| Bauhandwerk lobt Klimapaket |
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| Geschrieben von Märkische Allgemeine | |
| Sonntag, 22. Juni 2008 | |
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Die Branche steht schon in den Startlöchern. Bauindustrie und Bauhandwerk versprechen sich einiges vom neuen Klimapaket der Bundesregierung, das unter anderem die Anforderungen an die Wärmedämmung bei sanierten Altbauten um 30 Prozent verschärft. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet als Folge des Pakets milliardenschwere Investitionen in der Baubranche.
„Das wird Aufträge für mittelständische Unternehmen bringen, denn Sanierungen im Bestand sind deren Tummelplatz“, freut sich der Geschäftsführer der mittelständisch geprägten Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg, Wolf-Burkhard Wenkel. Er lobt auch den klimapolitischen Aspekt, denn 40 Prozent aller Kohlendioxid (CO2)-Emissionen würden durch die Beheizung von Gebäuden entstehen. Als förderfähige Sanierungen in Mehrfamilienhäusern gelten die Isolierung der Fassade und der Austausch von Fenstern und Heizkesseln. Subventionsmöglichkeiten für Investoren gibt es durch zinsgünstige Kredite und Zuschüsse über das seit 2001 laufende CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das jährlich eine Milliarde Euro ausreicht. Der Hauptgeschäftsführer der Potsdamer Handwerkskammer, Wolfgang König, begrüßt, „dass die Bundesregierung das anpackt“. Die Sanierung bestehender Gebäude sei das Hauptthema der kommenden Jahre. „Unsere Betriebe haben sich darauf spezialisiert, das brummt richtig“, so König. Er sieht zudem einen zusätzlichen Antrieb durch die weiter steigenden Energiekosten. Erleichterung herrscht beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Ursprüngliche Pläne wie die Umrüstungspflicht von Einfach- auf Doppelfenster seien gekippt worden. „Es hat sich zum großen Teil Vernunft durchgesetzt“, sagt Siegfried Rehberg vom BBU. Das Bauen werde dadurch zwar teurer, was sich in den Mieten niederschlage. Aber dem stünden ja Einsparungen bei den Energiekosten gegenüber, so Rehberg. „Höhere Energiestandards und mehr Energieeffizienz gibt es nur für den Neubau“, klagt dagegen Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes. Im Wohnungsbestand bleibe alles beim Alten. Damit sei, so Rips, die Chance verpasst worden, ein Signal für Klimaschutz und gegen steigende Heizkosten zu setzen. |
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